Dienstag, 17. Oktober 2017

Montagsfrage 109

Eine wöchentliche Aktion von Svenja 

Gerade wurde der Literaturnobelpreis verliehen. Wem würdet ihr persönlich den Literaturnobelpreis verleihen?

Ich bin einen Tag verspätet mit meiner Antwort, weil ich lange überlegt habe, ob ich tatsächlich eine Antwort auf diese Frage habe bzw. ob sich das in meiner Hinsicht überhaupt lohnt. 
Denn ich bin, was Nobelpreise angeht, der absolute Vollhorst - ich habe keinen Plan und, so leid es mir tut, auch eher wenig Interesse. Das heißt nicht, dass das nicht wichtig oder interessant ist, aber für mich eben nicht. Gerade auch beim Literaturnobelpreis kenne ich die Bücher/ Autoren in der Regel nicht und ich weiß auch nicht, was man tun muss, um einen Literaturnobelpreis zu erhalten (außer eben ein Buch geschrieben zu haben). 

Deswegen verleihe ich meinen persönlichen Nobel-Preis an....

Mr. Stephen King


Auch wenn ich in letzter Zeit eher wenig von King lese,
finde ich dennoch, dass er diesen Preis verdient hat,
allein für das Engagement, dass er in seine Bücher legt.


Und du so?

 

Donnerstag, 12. Oktober 2017

Rezension: 'Der Himmel über Quickborn' von Kirstin Messerschmidt

Kirstin Messerschmidt - Der Himmel über Quickborn
Roman // Edition EP
390 Seiten // 12,99€
* Dieses Buch wurde mir freundlicherweise von Literaturtest zur Verfügung gestellt - vielen Dank dafür!



Seit sie denken kann, leidet die 15-jährige Olivia „Liv“ Ballato an unkontrollierbaren Wutausbrüchen. Ihr Temperament macht sie zur Außenseiterin. Gegen die Einsamkeit unterhält Liv eine imaginäre Liebesbeziehung mit Rockstar Kurt Cobain. Als die Familie von der Großstadt ins dörfliche Quickborn umzieht, wird Livs Dasein schier unerträglich: Ein wütender Teenager zwischen Schweinebauern, Dorfnazis und neureichen Snobs. Und dann stirbt auch noch Kurt. Es gibt für Liv nur einen einzigen Grund, noch am Leben zu bleiben, ihren Lehrer Marc. Zwischen Liv und dem zwanzig Jahre älteren Mann entwickelt sich eine geheime Liebe.

 


 

... So war's ...


Ich wurde für dieses Buch angefragt und als Nirvana-Fan (wenn auch nicht mehr so sehr wie früher) war es klar, dass ich hier nicht 'Nein' sagen konnte. Vor allem hab ich ein Faible für 'verbotene' Liebesgeschichten.

Die verbotene Liebesgeschichte, und das wird ja direkt schon im Klappentext erwähnt, ich spoilere nicht, entsteht zwischen dem Lehrer Marc, der recht unkonventiell lehrt und mich ein bisschen an 'Der Lehrer' erinnerte und Liv, einem pubertierenden Nirvana-Fan, der unter der Fuchtel der Mutter steht.
Der Vergleich zwischen Marc und 'Der Lehrer' löste sich zwar recht schnell in Luft auf, den Marc ist dann doch ganz anders. 

Frau Messerschmidt hat eine sehr angenehme Art zu schreiben, sie schreibt spannend und zieht einen recht schnell in den Bann. Es wirkt sehr atmosphärisch. Ich hatte auch, trotz immer wieder auftauchender Zweifel, das Bedürfnis dieses Buch doch recht schnell weiter und schließlich fertig zu lesen. Ich mochte die Idee dieses Buches, auch wenn die Geschichte in den Grundsätzen vielleicht schon vielbekannt ist. Neu sind die Einsprengsel, die ganz nett sind und der Geschichte ihre Eigenheit geben.

Was mich an diesem Buch gestört hat, waren dieser Wandel der Charaktere - ich meine, ich habe nichts gegen Entwicklung und auch nichts dagegen, wenn sich ein Charakter als ganz anders gibt, als er tatsächlich ist, aber hier waren es einfach alle irgendwie. Keiner war das, was er vorgibt zu sein (außer vielleicht Liv), ich hätte mir hier eine oder zwei Konstante gewünscht.
Auch ging es mir manchmal zu rasch, und ich dachte mir, hups - wo kam das jetzt her? 
Auch Nirvana und primär Kurt spielten dann zwar irgendwann eher eine Randfigur, aber... fand ich jetzt nicht so schlimm. 

Zum Schluss wurde es mir etwas zu unrealistisch, gerade was die Mutter angeht und die Sache mit dem Vater hätte auch nicht sein müssen - das naheliegende Ende wäre angemessen gewesen, und hätte nach dieser action-reichen Geschichte auch völlig genügt. So wirkt es ein bisschen bemüht und mehr so, als hätte man unbedingt noch mal einen Reißer und ein paar Seiten mehr bringen wollen.

Auch wenn es nun diese Kritikpunkte gibt, bin ich von Kirstin Messerschmidts Schreibtalent überzeugt. Ich mag den Schreibstil, der schlicht ist und der die Pubertät der Hauptperson wiederspiegelt, ohne dabei gewollt zu wirken, sehr und auch das Drumherum fand ich nicht schlecht.

Es hat Spaß gemacht und ich freue mich auf andere Bücher von Kirstin Messerschmidt!


Mittwoch, 11. Oktober 2017

dufttrunken's currently reading // 7


Eine wöchentliche Aktion

1. Welches Buch liest du im Moment und auf welcher Seite befindest du dich?
Im Moment lese ich 'Todesreigen' von Andreas Gruber und befinde mich auf Seite 122

2. Um was geht es in dem Buch? 
Nachdem eine Reihe von Kollegen auf brutale Art Selbstmord begangen haben, wird Sabine Nemez – Kommissarin und Ausbilderin beim BKA – misstrauisch. Vieles weist auf eine jahrzehntealte Verschwörung und deren von Rache getriebenes Opfer hin. Sabine bittet ihren ehemaligen Kollegen, den vom Dienst suspendierten Profiler Maarten S. Sneijder, um Hilfe. Doch der verweigert die Zusammenarbeit, mit der dringenden Warnung, die Finger von dem Fall zu lassen. Dann verschwindet Sabine spurlos, und Sneijder greift selbst ein. Womit er nicht nur einem hasserfüllten Mörder in die Quere kommt, sondern auch seinen einstigen Freunden und Kollegen, die alles tun würden, um die Sünden ihrer Vergangenheit endgültig auzulöschen ...

3. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
"Ich erinnere mich daran", murmelten nun einige Studenten.

4. Was möchtest du zu dem Buch sagen?
 Vorgestern hab ich damit angefangen und hätte ich nicht müssen arbeiten, wäre ich schon längst fertig. Schon von der ersten Seite an, hat Andreas Gruber wieder den Erzählsog der ersten beiden Bücher drauf. Für mich eine wahre Freude nach dem für mich doch etwas enttäuschenden dritten Band.
 
 5. Was steht als nächstes an?
Nach diesem Buch steht 'Die Stadt des Affengottes' an, ebenfalls ein Rezensionsexemplar. Außerdem habe ich noch eine Rezension von 'Der Himmel über Quickborn' zu schreiben, tue mich aber gerade etwas schwer mit der Formulierung.  Und dann mal schauen.

Und du so?